Gemeinschaftsschule ist Modell für ganz Sachsen
(04.11.2008)
Die Modellversuche zu Gemeinschaftsschulen erfreuen sich Pressemeldungen zufolge großer Beliebtheit. Nach Aussagen des Zentrums für Lehrerbildung ist der Anteil der Schüler, die nach dem Besuch einer Gemeinschaftsschule das Abitur ablegen, überdurchschnittlich hoch. Zudem bieten Gemeinschaftsschulen insbesondere im ländlichen Raum die Möglichkeit, dezentrale Schulstandorte zu sichern.
Dazu erklärt Torsten Herbst, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Die ersten Ergebnisse des Schulversuches Gemeinschaftsschule sind ein Bestätigung für das längere gemeinsame Lernen, wie es die FDP schon seit Jahren fordert. Die CDU muss aufhören, die Gemeinschaftsschule zu verteufeln und die positiven Seiten des Schulversuchs endlich zur Kenntnis nehmen.
Es ist höchste Zeit, dass wieder die Schulqualität und nicht länger die Bildungsideologien im Mittelpunkt stehen. Wenn Gemeinschaftsschulen die Schüler individueller und leistungsorientierter fördern als das jetzige System, dann sollte die Staatsregierung auch den Mut besitzen, sich umfassend zur Gemeinschaftsschule zu bekennen.
Das gegenwärtige Schulsystem verbaut zu vielen Schülern ihre Zukunftschancen. Die zu geringe Durchlässigkeit und eine zu frühe Aufteilung der Schüler mittels einer untauglichen Bildungsempfehlung muss beendet werden.
Es ist daher an der Zeit, den Modellcharakter zu beenden und Gemeinschaftsschulen als eigenständige Schulform in ganz Sachsen gesetzlich zu verankern. Zudem sollen Schüler bis zur sechsten Klasse grundsätzlich zusammen lernen."