Opposition fordert langfristige Lehrerbedarfsplanung
(04.09.2008)
Die Grünen haben eine langfristige Lehrerbedarfsplanung in Sachsen
angemahnt. «Die Kinder, über deren Lehrerinnen und Lehrer wir
diskutieren, sind alle geboren», sagte die bildungspolitische
Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Astrid Günther-Schmidt, am
Montag in Dresden. Mit einer langfristigen Planung würde Transparenz
geschaffen und unnötige Ängste könnten vermieden werden.
Die FDP kritisierte ebenfalls die ihrer Ansicht nach mangelnde Planung
der Staatsregierung. «Seit Jahren ist das sächsische Kultusministerium
nicht in der Lage zu ermitteln, wann wo welche Lehrer gebraucht
werden», sagte der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Torsten
Herbst. Zudem müssten jungen Pädagogen auch attraktive Stellen geboten
werden, damit sie nicht in andere Bundesländer abwandern.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte am Wochenende
gefordert, mittelfristig auch an Mittelschulen und Gymnasien wieder
Lehrer einzustellen. Dort gingen zwar noch immer die Schülerzahlen
durch den Geburtenknick nach der Wende zurück. An den Grundschulen
mache sich aber nach Angaben des Statistischen Landesamtes bereits die
Trendumkehr bemerkbar, dort steigen die Schülerzahlen seit Jahren
wieder.
(Quelle: Nachrichtenagentur ddp vom 11.08.2008)