Alternative Wege zum Abitur - ja; neue Hintertüren zum Abitur - ganz klar nein!
(03.03.2009)
Die FDP-Landtagsfraktion warnt vor einer weiteren Aufweichung von Leistungskriterien für das Erreichen des Abiturs. SPD-Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) hatte dafür geworben, dass Mittelschüler über berufliche Gymnasien oder Fachoberschulen die Zulassungsberechtigung zur Hochschule erreichen.
Dazu erklärt Torsten Herbst, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Mehr sächsische Schüler zum Abitur zu bringen, ist ein wichtiges Ziel. Das Erreichen der Hochschulreife muss in der Tat künftig leichter sein. Die mangelhafte Durchlässigkeit zwischen Mittelschule und Gymnasium in Sachsen ist da eine viel zu hohe Hürde. Hier müsste ganz klar angesetzt werden.
Mit weiteren aufgeweichten Leistungskriterien würde man den Schülern aber keinen guten Dienst erweisen. Bereits die von der SPD initiierte Aufweichung der Bildungsempfehlung war da ein falscher Schritt. Alternative Wege zum Abitur müssen stärker genutzt werden - neue Hintertüren zum Abitur lehnen wir aber ab."