Torsten Herbst - Neue Kraft für Sachsen
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Geplante Bildungsreformen verbessern Chancengleichheit für Schüler

(18.09.2009) 

Zur Kritik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an den geplanten Verbesserungen im sächsischen Schulwesen erklärt Torsten Herbst, Generalsekretär der FDP Sachsen, Bildungsexperte und Teilnehmer der Koalitionsverhandlungen:

"Die FDP hat in der Koalitionsvereinbarung eine hervorragende Weiterentwicklung des sächsischen Bildungssystems erreicht. Künftig werden die Schüler nicht mehr strikt nach der 4. Klasse getrennt, sondern müssen sich erst nach der 6. Klasse für einen Bildungsweg entscheiden. Das sichert Chancengleichheit auch für so genannte Spätstarter. Gleichzeitig wird die Mittelschule zur Oberschule aufgewertet mit einer zweiten Fremdsprache und besonderen Leistungsgruppen.

Mit diesen Vorschlägen verbessern wir die Durchlässigkeit des sächsischen Schulsystems entscheidend. Wer behauptet, durch die geplante Reform ändere sich nichts, der ignoriert die Fakten. Zwar gibt es schon jetzt die theoretische Möglichkeit für einen späteren Schulwechsel, aber faktisch hinderten die bisherigen Hürden viel zu viele Kinder am Sprung auf das Gymnasium. Im Schuljahr 2008/09 wechselten beispielsweise sachsenweit nur 0,6 Prozent der Schüler in der
Klassenstufe 6 von der Mittelschule auf das Gymnasium. Sachsen kann es sich nicht leisten, junge Talente zu verschenken. Deshalb soll künftig allein der Notendurchschnitt in der Bildungsempfehlung nach der 6. Klasse ausreichen, um die Schule zu wechseln. Damit bekommen viel mehr Schüler eine echte zweite Chance für den Weg zum Abitur.

Die von der GEW geforderte Angleichung der Lehrpläne ist in der Koalitionsvereinbarung wortwörtlich festgeschrieben. Dies kann jeder auf Seite 15 der Koalitionsvereinbarung nachlesen."