Torsten Herbst - Neue Kraft für Sachsen
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Unrechtscharakter des DDR-Systems muss Schülern vermittelt werden!

(11.09.2008) 

Zur von der FDP-Fraktion beantragten Aktuellen Debatte "Aus der Geschichte lernen - Bessere Aufklärung über die DDR an Sachsens Schulen" erklärt Torsten Herbst, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Aus der Geschichte zu lernen setzt eines voraus: Man muss sie kennen. Doch bei vielen Schülern gibt es erschreckende Defizite. Noch nicht einmal jeder zweite ostdeutsche Schüler bezeichnet die DDR als Diktatur. Hier hat die Schule, hier hat die Gesellschaft bei der Vermittlung von Wissen über die DDR versagt.

Die DDR war eben kein gut gemeinter politischer Feldversuch mit 17 Millionen Probanden, der nur an schlechter Umsetzung scheiterte. Die DDR war ein Unrechtssystem, das nur überlebte, in dem es bürgerliche Freiheiten brutal unterdrückte. Das muss den Schülern vermittelt werden.

Daher sollte jeder Schüler einmal in einer Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer der SED-Herrschaft gewesen sein. Zeitzeugen sind geeignet, die DDR eben nicht als Wohlfühldiktatur, sondern als ein brutales Regime darzustellen.

Zudem darf sich die DDR-Geschichte nicht lediglich als ein Randereignis in den Lehrplänen wiederfinden, sondern sie muss ein Schwerpunkt werden. Wer den Wert der Demokratie vermitteln und Extremismus verhindern will, muss auch mehr über das menschenverachtende Regime in der DDR informieren."

Rede im Sächsischen Landtag am 11.09.2008