Feste Einschulungsstichtage verschlechtern Bildungschancen
(26.07.2009)
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) fordert die Abschaffung der Stichtage zur Einschulung von Kindern. Ziel soll es sein, dass Kinder eher in der Schule kommen.
Dazu erklärt Torsten Herbst, Generalsekretär der FDP Sachsen und bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Der Vorschlag, Kinder einfach eher einzuschulen, geht am Problem vorbei. Sächsische Kinder kommen nicht zu spät in die Grundschule. Problematisch sind vielmehr die riesigen Unterschiede im Entwicklungsstand der Kinder bei der Einschulung. Einige Kinder, die noch nicht so weit sind wie andere, haben von Anfang an in der Schule einen enormen Nachteil. Daran ändert auch der Bildungsplan in Kindergärten nur wenig. Es fehlt auch in Sachsen schlicht an der individuellen Förderung der Kinder und an mehr Flexibilität.
Feste Einschulungsstichtage und das Denken in Klassenstufen bei Grundschülern verschlechtern Bildungschancen. Der Übergang in die Grundschule muss deshalb besser werden. Einige wenige Schnupperstunden für Kindergartenkinder reichen nicht aus. Sie müssen stattdessen an das Niveau der Grundschule herangeführt werden. Zudem sollte statt einer festen Dauer ein Zeitrahmen für die Grundschulzeit vorgegeben werden. Jedes Kind braucht sein Zeit - pauschale Einschulungstermine stehen dem im Wege."