Qualifizierte Zuwanderung erleichtern und mehr eigene Bürger in Arbeit bringen
(09.02.2011)
Zum heute im Landtag debattierten CDU/FDP-Antrag "Fachkräftebedarf für Sachsen sichern - Potenziale erschließen" erklärt Torsten Herbst, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Im Jahr 2014 werden mehr Arbeitnehmer aus dem sächsischen Arbeitsmarkt ausscheiden, als Schüler unsere Schulen in Sachsen verlassen. Allein dieser Fakt zeigt: Der Arbeitsmarkt ist enorm in Bewegung, die Deckung des Fachkräftebedarfs ist eine zentrale Frage für das Wirtschaftswachstum im Freistaat.
Eine Maßnahme allein wird keinen Erfolg bringen, daher ist die Diskussion über qualifizierte Zuwanderung oder mehr eigene Bürger in Arbeit zu bringen völlig falsch - wir brauchen beides, wenn wir als Freistaat erfolgreich sein wollen.
Wir geben der Berufs- und Studienorientierung an sächsischen Schulen - beispielsweise mit dem Berufswahlpass - mehr Gewicht. Denn es ist nicht befriedigend, wenn jedes fünfte Ausbildungsverhältnis abgebrochen wird oder jedes vierte Studium - das ist vertane Zeit und vertanes Geld, wirtschaftlich wie persönlich.
Wir müssen zudem insbesondere unter Frauen, Älteren und weniger Qualifizierten noch viel mehr Beschäftigungspotenziale heben. Wir müssen mehr Chancen für diejenigen schaffen, die bisher einen schwierigen Zugang zum Arbeitsmarkt hatten.
Das allein wird jedoch nicht ausreichen. Daher bin ich froh, dass die Staatsregierung mit einem Zuwanderungskonzept im Bundesrat aktiv werden will und deutlich macht: Kluge Köpfe sind in Deutschland und in Sachsen willkommen. Wir wollen qualifizierte Ausländer durch die deutsche Einwanderungsbürokratie nicht abschrecken, sondern ihnen eine attraktive Heimat bieten."
Der CDU/FDP-Antrag "Fachkräftebedarf für Sachsen sichern - Potenziale erschließen" im Internet: edas.landtag.sachsen.de
Auf die Pressemitteilung "Zuwanderungskonzept kann Problem des Fachkräftemangels lösen" vom 02. Februar 2011 wird verwiesen: fdp-fraktion-sachsen.de