Flexibles Vergütungssystem für Lehrer statt Gleichmacherei
(27.02.2009)
Für die Forderung nach acht Prozent mehr Gehalt im öffentlichen Dienst und vor dem Hintergrund eines drohenden Lehrermangels beteiligen sich heute in Sachsen erneut zahlreiche Lehrer an Warnstreiks. Dazu erklärt Torsten Herbst, bildungspolitischer Sprecherin der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Es ist notwendig, gute und umworbene Lehrer wesentlich besser als bisher zu bezahlen. Deshalb müssen wir für Pädagogen die schon jetzt im begrenzten Umfang möglichen Zulagen im Rahmen des öffentlichen Tarifvertrags zu nutzen. Eine allgemeine Lohnerhöhung in gleicher Höhe für alle Mitarbeiter im öffentlichen Dienst der Länder wird den Lehrermangel nicht verhindern. Die Lohnunterschiede zwischen den Bundesländern bleiben bestehen. Durch die Zwangsteilzeit werden sächsische Lehrer noch mit zusätzlichen Einkommenseinbußen bestraft.
Der bisher für alle Bundesländer gültige Tarifvertrag verhindert, dass Sachsen dringend benötigten Lehrern ein deutlich besseres Angebot machen kann. Der Freistaat sollte daher im Interesse der Lehrer und der Unterrichtsqualität dafür kämpfen, dass der neue Tarifvertrag für besonders umworbene Lehrer ein deutliches Gehaltsplus gegenüber anderen Bereichen im öffentlichen Dienst zulässt.
Gelingt das nicht, muss Sachsen aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder austreten."