Torsten Herbst - Neue Kraft für Sachsen
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Schulen müssen Orte der Gewaltprävention werden

(12.05.2009) 

Die FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag fordert, gegen Gewalt unter Schülern in Sachsen mehr Sozialpädagogen und Schulpsychologen in Schulen einzusetzen sowie die Präventionsarbeit zu verstärken. Zudem soll die Staatsregierung über die Gewalt an sächsischen Schulen und bereits begonnene Maßnahmen berichten. Ein entsprechender FDP-Antrag steht in der kommenden Woche auf der Tagesordnung des Landtags.
Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat in seiner in diesem Jahr vorgestellten Studie "Jugendliche als Opfer und Täter von Gewalt" auch die Gewalt an Schulen untersucht. Demnach wurde deutschlandweit jeder fünfte Schüler bereits mindestens einmal getreten oder geschlagen. Jedem siebenten wurde mindestens einmal persönliches Eigentum beschädigt bzw. zerstört.

Dazu erklärt Torsten Herbst, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Wenn jeder fünfte Schüler Opfer von körperlicher Gewalt geworden ist und Hänseleien an der Tagesordnung sind, muss die Schule endlich zum Ort der Gewaltprävention werden. Es ist untragbar, dass Kinder und Jugendliche Angst vor der Schule haben, weil ihnen körperliche Gewalt oder Mobbing droht. Wir brauchen daher in Sachsen eine ehrliche Analyse der Gewalt an unseren Schulen. Bloße Statistiken zu Übergriffen und Straftatbeständen reichen nicht aus.

Die Schulen dürfen Eltern keineswegs mit dem Problem allein lassen, sondern müssen beratend tätig werden. Dafür müssen endlich ausreichend Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen eingesetzt werden, um schnell auf Probleme reagieren zu können. Opfer müssen betreut und die Ursachen von Gewalt behoben werden. Ziel muss es sein, an Schulen ein Klima der Gewaltfreiheit und Toleranz zu schaffen. Dann nimmt auch die Gewalt ab."

Der FDP-Antrag "Gewalt an sächsischen Schulen verringern" im Internet: http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=15428&dok_art=Drs&leg_per=4&pos_dok=-1

Die Studie "Jugendliche als Opfer und Täter von Gewalt" im Internet:
http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/fb107.pdf