Offenlegung der MDR-Spitzengehälter richtiger Schritt
(08/14/2010)
Der Mitteldeutsche Rundfunk will nach Angaben seines Sprechers Dirk Thärichen über die Veröffentlichung der Gehälter der Leitungsebene im Verwaltungsrat sprechen. Andere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, darunter der WDR und der RBB, hatten in dieser Woche bereits die Bezüge ihres Spitzenpersonals veröffentlicht.
Dazu erklärt Torsten Herbst, Parlamentarischer Geschäftsführer und medienpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Die freiwillige Offenlegung der Einkünfte des Spitzenpersonals bei der öffentlich-rechtlichen Anstalt MDR wäre ein guter und richtiger Schritt, um ein Stück mehr Transparenz beim Umgang mit den Gebührengeldern der Bürger zu demonstrieren. Die Gebührenzahler haben ein Anrecht darauf, zu wissen, dass mit ihren Geldern verantwortungsvoll umgegangen wird.
Der MDR hat dabei nichts zu verbergen. Im Unterschied zu anderen ARD-Anstalten in der Bundesrepublik geht der Mitteldeutsche Rundfunk vergleichsweise effizient mit dem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln um.
Dabei ist klar: Qualitätsfernsehen braucht gute Fernsehmacher, die auch gutes Geld verdienen dürfen. Allerdings sollte auch für den MDR hinsichtlich der Gehälter der Maßstab gelten, der bei anderen durch öffentliche Gelder finanzierten Institutionen und Behörden selbstverständlich ist.
Eine Offenlegung der Einkünfte würde zudem die Bemühungen um eine Reform der Rundfunkfinanzierung und damit die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei den Bürgern unterstützen."