Torsten Herbst - Neue Kraft für Sachsen
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Fall Quelle beweist erneut Unsinn aktionistischer Staatshilfen mit Steuerzahlergeld

(20.10.2009) 

Der insolvente Versandhändler Quelle steht vor dem endgültigen Aus. Der Insolvenzverwalter des Mutterkonzerns Arcandor teilte mit, es gebe nach allen erfolglosen Bemühungen, einen Käufer für das Unternehmen zu finden, keine Alternative zur Abwicklung mehr. Das Unternehmen betreibt seit 1995 ein Logistikzentrum in Leipzig, in dem bislang rund 800 Beschäftigte arbeiten. 

Dazu erklärt Torsten Herbst, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag: 

"Das endgültige Aus für Quelle ist ein schwerer Schlag auch für Sachsen, speziell die Region Leipzig - und zuallererst für die Beschäftigten und ihre Familien. Nun müssen Konzepte gefunden werden, aus der Insolvenz heraus so viele Quelle-Jobs wie möglich in neue Arbeitsplätze umzuwandeln. 

Wie bereits der Fall Qimonda hat nun auch der Fall Quelle bewiesen, dass aktionistische Staatshilfen mit Steuerzahlergeld nichts bringen. Wenn ein Unternehmen durch eigene Versäumnisse am Markt scheitert, ist es nicht Aufgabe des Staates, dafür einzuspringen und so den Wettbewerb zu verzerren. Wir bedauern, dass den Quelle-Beschäftigten noch im Sommer falsche Hoffnungen gemacht wurden. Den Preis für solches Wahlkampfgetöse beispielsweise des damaligen sächsischen SPD-Wirtschaftsministers zahlen am Ende immer die Beschäftigten und die Steuerzahler."