Bildungsagentur versagt bei Unterrichtsabsicherung - Aufklärung verlangt
(03.09.2008)
Presseberichten zufolge gibt es an Dresdner Grundschulen große Probleme bei der Absicherung des Unterrichts an Grundschulen sowie bei deren Personalausstattung. Dazu erklärt Torsten Herbst, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Es ist unbegreiflich, dass wegen Lehrermangels Erstklässler eine Woche lang bunte Bilder ausmalen mussten statt schreiben lernen zu dürfen. Wenn Schüler und Eltern auf die Besetzung von Klassenlehrern auf den 15. September vertröstet werden, so ist dass eine Bankrotterklärung für die Personalpolitik der Bildungsagentur. Sie muss sicherstellen, dass an den Schulen der Lehrerbedarf am Schuljahresanfang abgedeckt ist. Dies ist in Dresden im Grundschulbereich offensichtlich nicht der Fall.
Wenn es stimmt, dass die Probleme auch durch Urlaub von Mitarbeitern der Bildungsagentur verursacht wurden, muss das Kultusministerium als letztes Mittel eine Urlaubssperre für sensible Bereiche durchsetzen. Die Schuljahresvorbereitung hat Vorrang. In der Sitzung des Sächsischen Landtages kommende Woche wird sich der Kultusminister zu der prekären Personalsituation äußern müssen."