Eigenes Unterrichtsfach „Wirtschaft" ist reine Symbolpolitik - Schüler sollen Marktwirtschaft in der Praxis kennen lernen
(21.10.2008)
Presseberichten zufolge will der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) auf dem Bildungsgipfel in Dresden "Wirtschaft" als eigenständiges Fach durchsetzen.
Dazu erklärt Torsten Herbst, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Ein eigenes Schulfach `Wirtschaft´ ist reine Symbolpolitik. Ein zusätzliches Fach sorgt nicht automatisch dafür, dass Schüler die Marktwirtschaft besser verstehen und sich dafür begeistern. Die Stundenpläne an sächsischen Schulen sind bereits umfangreich genug. Tillich muss also erklären, welches Fach er für den Wirtschaftsunterricht streichen will.
Richtig ist allerdings, dass Wirtschaftskompetenz im Unterricht eine größere Rolle spielen muss. Dafür bieten die bestehenden Fächer von `Gemeinschaftskunde´ bis zu `Wirtschaft-Technik-Haushalt´ genug Freiräume. Außerdem lernen Schüler die Marktwirtschaft in der Praxis und über Projekte am besten kennen. Über Partnerschaften von Schulen und regionalen Unternehmen können die Schüler vor Ort am besten erfahren, wie unsere soziale Marktwirtschaft funktioniert."