Warnstreiks im öffentlichen Dienst
(02.02.2010)
Nach den vertagten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst sind auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Warnstreiks geplant.
Zu Ausmaß und konkreten Orten machte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Montag keine Angaben. «Wenn nach zwei Verhandlungsrunden noch immer kein Angebot der Arbeitgeber vorliegt, muss der Druck erhöht werden», erklärte eine Sprecherin auf Anfrage. Laut Verdi-Chef Frank Bsirske sind von diesem Mittwoch an Mitarbeiter im Nahverkehr, Kindertagesstätten und Krankenhäusern zum Warnstreik aufgerufen. Verdi fordert ein Plus im Gesamtvolumen von fünf Prozent. Die Arbeitgeber weisen das als zu hoch zurück.
Sachsens FDP machte sich zum Fürsprecher der Arbeitgeber. «Mit Sorge sehen wir den Tarifverhandlungen und den damit verbundenen Arbeitskämpfen im öffentlichen Dienst entgegen. Deutschland steckt gerade in einer Wirtschaftskrise von historischem Ausmaß - das ist nicht die Zeit für überzogene Lohnerhöhungen, weder in der Wirtschaft noch im öffentlichen Dienst», erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Landtag, Torsten Herbst. Im Namen der Liberalen forderte er die Gewerkschaften auf, «sich mit den Steuerzahlern solidarisch zu zeigen und Maß zu halten».
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