Torsten Herbst

DB darf nicht erneut zum Fass ohne Boden für Steuergelder werden - Schiene braucht mehr Wettbewerb

Zur heutigen Klausurtagung des Aufsichtsrates der Deutschen Bahn und zur Vorstellung der Strategie «Starke Schiene» durch Bahnchef Richard Lutz erklärt der FDP-Bundestagsabgeordnete und Obmann im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, Torsten Herbst:

„Deutschland ist dringend auf eine attraktive Schiene angewiesen. Es ist jedoch zweifelhaft, ob der bisher höchst schwerfällige DB-Konzern, die an ihn gesetzten Erwartungen erfüllen kann. Die Bahn befindet sich derzeit nicht nur in einer prekären Finanzlage, sie braucht darüber hinaus eine grundlegende Organisationsreform und eine Verschlankung des Konzerns sowie eine Sanierung der hochdefizitären Güterverkehrstochter DB Cargo. Und gerade dazu, wie sich die DB selbst zukünftig neu aufstellen soll, ist von Bahn-Chef Lutz bisher nichts zu hören.

Der Schlüssel für mehr Leistungsfähigkeit auf der Schiene liegt deshalb nicht nur bei der Bahn, sondern vor allem bei der Bundesregierung. Sie muss endlich die Voraussetzungen für mehr Wettbewerb im Fernverkehr schaffen. Denn nur wenn zukünftig private Wettbewerber und die Deutsche Bahn im Personenfernverkehr mit dem besten Angebot um Kunden werben, werden die ehrgeizigen Ziele auf der Schiene zu erreichen sein. Erst der Wettbewerb sorgt für echte Auswahl und Kundenfreundlichkeit. Diese Erkenntnis scheint in allen Lebensbereichen angekommen zu sein, nur nicht beim Verkehrsminister.“