Torsten Herbst

Fahrgäste müssen bis zum Spätsommer 2020 auf WLAN im IC Dresden-Berlin-Rostock warten

Im März startete der Intercity Dresden-Berlin-Rostock in den Regelbetrieb mit 16 Fahrten täglich im Zwei-Stunden-Takt. Die Deutsche Bahn hatte für die Strecke eigens moderne Doppelstockzüge der österreichischen Westbahn gekauft. Auf das von Anfang an von der DB beworbene WLAN müssen die Fahrgäste allerdings verzichten. In einer Antwort auf eine entsprechende Frage des sächsischen FDP-Abgeordneten Torsten Herbst antwortete die Bundesregierung nun, die DB plane eine komplette Ausrüstung des IC mit WLAN bis Ende Spätsommer 2020.

Dazu erklärt Torsten Herbst, FDP-Obmann im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur:

"Ein Dreivierteljahr nach den ersten Fahrten und ein halbes Jahr nach Start des Regelbetriebs will die Deutsche Bahn endlich das versprochene und beworbene WLAN auf der IC-Strecke Dresden-Berlin-Rostock anbieten können. Vor dem Start der Verbindung hatte die DB die WLAN-Ausstattung als Servicemerkmal selbst hervorgehoben. Das ist keine Glanzleistung der Bahn, die offenbar zu spät bemerkt hat, dass die Züge zwar über WLAN-Technik verfügen, diese aber nicht mit dem Standard der DB kompatibel ist. Diese Panne stimmt nicht gerade hoffnungsfroh, dass die Bahn ihr Ziel, deutschlandweit alle IC- und ICE-Züge bis Jahresende 2021 mit WLAN auszustatten, halten kann.

Bis mindestens Ende Sommer werden die IC-Fahrgäste zwischen Dresden und Rostock also weiterhin mit ihren Fahrkarten für ein beworbenes Angebot zahlen, das es nicht gibt. Und noch peinlicher: Ich habe selbst bereits erlebt, dass Fahrgäste im Zug praktisch direkt neben dem auffälligen WLAN-Piktogramm das Netz suchten und ihnen das Zugpersonal auf Nachfrage keine Auskunft zum Problem geben konnte."