Torsten Herbst

Jeden Tag mindestens ein ausgefallener Fernzug zwischen Leipzig und Dresden ist unvertretbarer Zustand

400 der 9.400 fahrplanmäßigen Fernzugverbindungen (IC/ICE) zwischen Leipzig und Dresden sind im vergangenen Jahr (2018) ausgefallen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Dazu erklärt der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete und Obmann im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, Torsten Herbst:

„Jeden Tag mindestens ein ausgefallener Fernzug ist ein absolut unvertretbarer Zustand. Dies zeigt leider deutlich, dass die vielen Versuche der Deutschen Bahn, endlich pünktlicher und serviceorientierter zu werden, gescheitert sind. Seit Jahren agieren die roten und schwarzen Verkehrsminister in Bund und Land mit Hinblick auf die Deutsche Bahn aktionistisch und planlos. Das Ergebnis ist auch im Freistaat deutlich sichtbar: Während die Bahn früher als Garant für Pünktlichkeit und Verlässlichkeit stand, gilt eine Anreise im Zug heute gemeinhin als Entschuldigung für eine verspätete Ankunft.

Es kann nicht sein, dass für einen Großteil der Ausfälle und Verspätungen fehlende oder defekte Züge verantwortlich sind. Zusammen mit der unzureichende WLAN-Bereitstellung und oft ungenauen Verspätungsinformationen ist dies für viele Bahnkunden auf der Verbindung Leipzig-Dresden ein echtes Ärgernis. Jetzt ist das Bahnmanagement gefordert, die unhaltbaren Zustände abzustellen. Auch muss die Bundesregierung mit der DB schärfere Zielvereinbarungen für eine höhere Pünktlichkeit abschließen, an denen sich der Bahn-Vorstand messen lassen muss. Wenn diese Ziele des Eigentümers nicht erfüllt werden, muss es final auch personelle Konsequenzen im DB-Vorstand geben.“

 

Antwort der Bundesregierung