Torsten Herbst

Linken-Forderung nach Fusion von Lufthansa und Deutscher Bahn völlig realitätsfremd

Die Partei Die Linke fordert eine Fusion von Lufthansa und Deutscher Bahn zu einem „Mobilitätskonzern Deutsche Bahn-Lufthansa“. Dies geht aus einem Konzeptpapier von Parteichef Bernd Riexinger hervor. Dazu erklären die FDP-Bundestagsabgeordneten und Mitglieder des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur Torsten Herbst und Bernd Reuther:

„Die Forderung der Linken nach einer Fusion von Lufthansa und Deutscher Bahn ist an Abstrusität und Geschichtsvergessenheit kaum zu überbieten. Während sich die Lufthansa nach der vollständigen Privatisierung in den 90er Jahren zu einem hochinnovativen, profitablen und effizienten Mobilitätsdienstleister entwickelt hat, manövriert die Deutsche Bahn seit Jahren von einer Krise zur nächsten. Die Hoffnung, durch eine Verschmelzung und Verstaatlichung beider Unternehmen auch nur ein verkehrspolitisches Problem zu lösen, ist daher völlig realitätsfremd. Viel eher würde eine Fusion einen hochdefizitären ‚VEB Luft-Schiene‘ hervorbringen.

Denn gerade im Verkehrsbereich hat sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten eindrucksvoll gezeigt, dass der Staat nicht der bessere Unternehmer ist. Es wäre vor diesem Hintergrund völlig abwegig, das lukrative Geschäftsmodell der Lufthansa zu torpedieren. Stattdessen muss der Konzern weiterhin wichtige unternehmerische Entscheidungen eigenverantwortlich treffen. Der Deutschen Bahn wäre zudem mit einer echten Bahn-Reform 2.0 viel mehr geholfen. Um mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, braucht es keinen Griff in die sozialistische Mottenkiste, sondern mehr Wettbewerb und eine grundlegende Strukturreform für den DB-Konzern.“