Torsten Herbst

Regelmäßige Corona-Tests für Personal in Seniorenheimen und Gesundheitseinrichtungen in Sachsen notwendig

Lockerungen der Schutzmaßnahmen in Sachsen mit Testausweitung absichern

Der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst fordert eine deutliche Ausweitung von Tests zur Absicherung der gestern beschlossenen Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen im Freistaat:

„Für besonders risikogefährdete Einrichtungen in Sachsen, wie Senioren- und Behindertenheime sowie Krankenhäuser, brauchen wir schnellstmöglich regelmäßige Tests für das gesamte Personal. Dazu müssen die bestehenden Testkapazitäten im Freistaat genutzt werden. Es ist so gut wie sicher, dass die Lockerungen auch zu neuen Corona-Fällen führen werden, möglicherweise sogar zu neuen regionalen Häufungen. Deshalb ist nun eine permanente strenge Überwachung des Infektionsgeschehens notwendig, um schnellstmöglich eingreifen zu können. 

Allein durch die weitere Öffnung von Kitas und Schulen steigt naturgemäß auch für Eltern die Infektionsgefahr. Mit regelmäßigen Tests in Einrichtungen mit besonderem Risiko, gegebenenfalls als Pooltest für ganze Teams, können wir aber mit der Gefahr umgehen und der Virusverbreitung entgegenwirken.  

Dass Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) erst jüngst in einem Interview sagte, dass zwei Drittel der Test-Kapazitäten im Freistaat brachliegen und sie dies mit dem Kostenargument verteidigte, ist erschreckend. Historische und aktuelle Erfahrungen beispielsweise aus asiatischen Ländern wie Südkorea beweisen: Regelmäßige und flächendeckende Tests sind ein Schlüssel zum Erfolg bei der Eindämmung von Epidemien und Pandemien.

Neben erweiterten Corona-Tests in Pflege- und Altersheimen, in Gesundheits- und Behinderteneinrichtungen sollten wir bei verfügbaren Testkapazitäten auch an weitere Berufsgruppen denken, die besonders viel Kontakt zu anderen Menschen haben. Das könnte beispielsweise Personal im Einzelhandel oder in der wiedereröffneten Gastronomie sein.

Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz haben bereits angekündigt, die Corona-Tests in Risikobereichen auszuweiten. Ich erwarte, dass auch Sachsens Sozialministerin Köpping ihren Widerstand gegen diesen wichtigen Teil des Pandemie-Schutzes aufgibt.“