Torsten Herbst

Unterwerfungsgeste der TU Dresden gegenüber ‚Aktivisten‘ war blauäugig

Medienberichten zufolge haben 50 „Aktivisten“ heute das Audimax der Technischen Universität (TU) Dresden besetzt. Die „Aktivisten“ hätten keine Dozenten ans Mikrofon gelassen, so dass eine Verständigung kaum möglich sei. 

Die ganze Woche sollen nun laut TU keine Vorlesungen im größten Hörsaal stattfinden. Das Rektorat verzichte „im Interesse ihrer Studierenden und auch der zwischenzeitlich im Raum befindlichen Kinder, die anscheinend von der Besetzergruppe mitgebracht wurden“ auf eine Räumung.

Die Besetzung war bereits lange im Vorfeld angekündigt. Die TU Dresden hatte daraufhin vergangene Woche den „Aktivisten“ vor dem Hintergrund der angedrohten Besetzung das Foyer vor dem Hörsaal POT 81 und den Vorplatz des Potthoff-Baus in Richtung Fritz-Förster-Platz für die gesamte Woche zur Verfügung gestellt.

Dazu erklärt der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst:

„Es war unglaublich blauäugig von der TU Dresden, mit einer Art Unterwerfungsgeste die ‚Aktivisten‘ beschwichtigen zu wollen. Falls das überhaupt der Gedanke war. Denn es drängt sich der Eindruck auf, als hätte das Rektorat überhaupt kein echtes Interesse gehabt, die Besetzung zu verhindern.

Anders lässt es sich auch nicht erklären, dass sich die Uni durch die Anwesenheit von Kinder erpressen lässt, die die ‚Aktivisten‘ offenbar als eine Art Schutzschild mitgebracht haben. Warum die Uni glaubt, ihr Hausrecht korrekt auszuüben, indem sie Kindern den Aufenthalt in der aufgeladenen Atmosphäre besetzter Hörsäle erlaubt, muss die TU beantworten.

Die ‚Aktivisten‘ haben hingegen – wenig überraschend – bewiesen, dass es ihnen nicht um friedlichen Protest geht. Wer damit sympathisiert, wer sich damit solidarisiert, macht sich mitschuldig.“