Torsten Herbst

Verkehrsminister Scheuer muss Handlungsfähigkeit des DB-Vorstandes zur Chefsache machen

Laut Medienberichten soll das Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn AG, Alexander Doll, seinen Posten verlieren. Dazu erklärt der FDP-Bundestagsabgeordnete und Obmann im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, Torsten Herbst:

„Die personellen Querelen im DB-Vorstand kommen zur absoluten Unzeit. Selten zuvor war der Konzern mehr auf eine handlungsfähige Führungsetage angewiesen. Eine chronisch defizitäre DB Cargo, ein Schuldenberg nahe der Verschuldungsgrenze, verkrustete Managementstrukturen, anhaltende Probleme bei Pünktlichkeit und Service sowie die enormen Erwartungen der Politik an die Bahn sind nur einige der aktuellen Problemfelder.

Der DB-Aufsichtsrat gibt bei den Personalkonflikten im Konzernvorstand eine miserable Figur ab. Auch Verkehrsminister Andreas Scheuer sollte nicht nur Briefe an die Bahn schreiben, sondern die strategische Aufstellung des Vorstandes dringend zur Chef-Sache machen. Die Entscheidung sich von Finanz- und Güterverkehrsvorstand Alexander Doll zu trennen, ist vor dem Hintergrund seiner Verweigerung allein die DB Cargo zu führen, konsequent. Sigird Nikutta als neuer DB Cargo-Vorstand muss nun alles daran setzen, dass das Unternehmen keinen wirtschaftlichen Totalschaden erleidet.“