Torsten Herbst

Weichen für Bauforschungszentrum LAB Living Art of Building mit Hauptsitz in Sachsen sind gestellt – Haushaltsausschuss beschließt 68,6 Millionen Euro

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat auf Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und FDP in seiner Bereinigungssitzung in der vergangenen Nacht beschlossen, für ein Bundebauforschungszentrum ‚LAB - Living Art of Building‘ insgesamt 68,6 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Für 2024 sind 3,6 Millionen Euro eingeplant, für die Folgejahre bis 2028 gibt es sogenannte Verpflichtungsermächtigungen von 65 Millionen Euro. Von Sachsen gibt es bereits die Zusage zur Übernahme von Investitionskosten. Der Hauptsitz des LAB soll im Landkreis Bautzen sein, weitere Standorte sollen nach aktuellen Überlegungen in Aachen und Weimar entstehen.

 

Mit dem neuen Bundesforschungszentrum soll am ressourcenschonenden und klimaneutralen Bauen der Zukunft geforscht werden. Es wird das größte seiner Art in Deutschland sein. Die sächsischen Bundestagsabgeordneten Kathrin Michel (SPD), Dr. Paula Piechotta (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Torsten Herbst (FDP), die sich im Haushaltsausschuss gemeinsam für die Förderung stark gemacht haben, begrüßen die Entscheidung des Haushaltsausschusses:

 

„Ich freue mich sehr, dass es uns in der Ampel-Koalition dank einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelungen ist, Mittel für das LAB bereitzustellen. Das LAB ist ein großartiges Projekt, von dem viele Wissenschaftsstandorte und Baubetriebe in ganz Deutschland profitieren werden. Die Bauforschung kann somit auf ein ganz neues Niveau gehoben werden und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele leisten“, erklärt Kathrin Michel.

„Man kann es kaum glauben, aber es gibt aktuell in Deutschland keine eigene Forschungseinrichtung für zukunftsfähiges Bauen. Das LAB schließt hier die klaffende Lücke und soll die Innovationskraft der deutschen Bauindustrie deutlich erhöhen. Von hitzeresistentem Bauen über Carbonbeton bis zum digitaleren und ressourcenschonenderen Bauen warten Themen auf ihre Bearbeitung“, erläutert Dr. Paula Piechotta.

Torsten Herbst ergänzt: „Es ist ein Riesenerfolg, dass es jetzt gelungen ist, den Sitz eines neuen Bundesforschungszentrums für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen nach Sachsen zu holen. Davon wird nicht nur der Landkreis Bautzen profitieren, sondern die gesamte sächsische Bauwirtschaft. Das neue Forschungszentrum wird neue Maßstäbe in der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachbereichen und internationalen Institutionen setzen. Damit entsteht in Sachsen ein echter Leuchtturm für das Bauen der Zukunft. Ich möchte mich besonders bei Professor Manfred Curbach und seinem Team der TU Dresden für die professionelle Konzepterarbeitung und beim Bautzner Landrat Udo Witschas für die Unterstützung bedanken.“